Eine Ziege, die Hoffnung schenkt

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Manchmal sind es die kleinen Ideen, aus denen etwas ganz Großes entsteht. So war es auch in der Klasse M5a der Goetheschule. Auf Initiative von der Teilhabeassistenz Frau Ricciardelli lernten die Schülerinnen und Schüler das Ziegenprojekt der Organisation JMFA („Taten bewegen!“) kennen. Die Idee, mit einer Spende einer Familie in Ruanda zu helfen, stieß sofort auf großes Interesse.
In den folgenden Wochen sammelten die Kinder Geld und konnten schließlich gemeinsam eine Ziege finanzieren. Die Freude war groß, als feststand, dass ihre Unterstützung nun ganz konkret einer Familie zugutekommt.
Eine Ziege bedeutet für die Menschen vor Ort weit mehr als nur ein Nutztier. Sie liefert Milch, trägt durch ihren Dünger zu besseren Ernten bei und kann durch Nachwuchs langfristig zur Verbesserung der Lebenssituation einer Familie beitragen. Besonders alleinstehende Frauen mit Kindern erhalten dadurch die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt eine wirtschaftliche Grundlage aufzubauen.
Beeindruckend war vor allem, mit welcher Selbstverständlichkeit die Schülerinnen und Schüler der M5a bereit waren, sich für Menschen einzusetzen, die sie nie kennenlernen werden. Sie haben gezeigt, dass Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft keine Frage des Alters sind.
Als Klassenlehrerin freue ich mich sehr über das Engagement meiner Klasse und darüber, wie offen die Kinder die Idee von Frau Ricciardelli aufgenommen haben. Die Aktion hat deutlich gemacht, dass gemeinsames Handeln etwas bewirken kann – selbst über viele tausend Kilometer hinweg.
Die Ziege „Onkel Gustav“ steht nun symbolisch für eine gelungene Gemeinschaftsaktion und für die Erkenntnis, dass auch kleine Beiträge Großes bewegen können.
Ein herzliches Dankeschön an alle Kinder der M5a, die dieses Projekt unterstützt haben.

(C. Seib)