Große Dankbarkeit im peruanischen Colegio Valle Sagrado

GoetheschülerInnen treffen ihre Partnerschule online

Im vergangenen Dezember engagierten sich zwei Klassen unserer Schule im Rahmen der alljährlichen Schuhputzaktion für Peru. Sie sammelten 6.300 Euro und übergaben diesen stolzen Betrag an Dr. Reiß vom Verein Zahnärzte helfen e.V., der das Geld zu 100 % an bedürftige Schülerinnen und Schüler des Colegio Valle Sagrado in Urubamba übermittelte.

Nun traf sich die Klasse G9b erstmalig -in Begleitung der Lehrerinnen Romy Schreiber und Sina Heßner- mit ihren peruanischen PartnerschülerInnen im Rahmen einer Videokonferenz. Durch die Zeitverschiebung kam die Klasse G9b dafür am Nachmittag in die Schule – in Peru war es zu dieser Zeit 8.30 Uhr. Beide Seiten bereiteten im Vorfeld Fragen vor, die sie sich gegenseitig stellten. Schülerin Ida Ehrmann Perez und Spanischlehrerin Romy Schreiber halfen bei der Übersetzung schwieriger Wörter. Auch Herr Dr. Reiß war in Urubamba zur Stelle und unterstützte bei Technik und Kommunikation. So konnten sich auch solche SchülerInnen beteiligen, die wenig oder keine Spanischkenntnisse mitbrachten. Dass plötzlich in Peru ein Schüler vor der Kamera saß, der eine Zeit lang in Deutschland gelebt hatte, war eine große Überraschung. In fließendem Deutsch konnte er sich mit den GoetheschülerInnen bestens unterhalten. Hauptkommunikationssprache blieb allerdings Spanisch.

Die beiden Seiten tauschten sich über traditionelle Gerichte, Sehenswürdigkeiten, die Struktur der Schulen und des Alltags aus. Auch UNESCO und die politische Lage in Peru waren Themen der Videokonferenz. Die Stimmung war ausgelassen und es wurde viel gelacht. Aufgrund von technischen Schwierigkeiten musste der zweite Teil des Treffens ohne Bild stattfinden. Dafür war dieser umso bewegender. Die Direktorin der peruanischen Schule, Maria Jesus, bedankte sich im Namen des gesamten Colegios für das anhaltende Engagement und die großzügigen Spenden der Goetheschule. Sie berichtete von den Auswirkungen der Pandemie auf die gesundheitliche und wirtschaftliche Situation der Familien. Anschließend kamen einzelne SchülerInnen der Partnerschule zu Wort. Sie schilderten schwere Schicksale ihrer Familien, die durch Tod, finanzielle Not und Krankheit gezeichnet sind. Unter Tränen beschrieben sie, wie die Spenden ihrer Familie geholfen haben. Im Klassenraum der G9b war es mucksmäuschenstill. Sie waren alle tief gerührt, dass ihr Einsatz im vergangenen Jahr so viel bewirken konnte und versprachen auch in diesem Jahr wieder zu helfen!

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